Illegale Müllentsorgung: Neue Zahlen zeigen starken Anstieg
Hamburg hat ein wachsendes Problem mit illegal entsorgtem Müll. Von 2020 bis 2025 stieg die erfasste Menge von rund 3750 Tonnen auf knapp 6000 Tonnen – also um etwa 60 Prozent. Das zeigt eine Anfrage der Fraktion Die Linke in der Hamburgischen Bürgerschaft. Die Gesamtzahl der Meldungen über illegalen Müll ist im gleichen Zeitraum demnach ebenfalls stark gestiegen: von rund 100.000 im Jahr 2020 auf knapp 186.000 im Jahr 2025. Mit der Entsorgung des illegalen Mülls sind hohe Kosten für die Stadt verbunden: Im Jahr 2025 lagen diese bei über 25 Millionen Euro. Andere zentrale Fragen kann der Senat hingegen nicht beantworten: etwa die nach der Zusammensetzung der illegal entsorgten Abfälle oder wer den Müll verursacht – ob es sich beispielsweise um private oder gewerbliche Akteur*innen handelt. Fragen wirft zudem die Zahl der eingeleiteten Ordnungswidrigkeitenverfahren auf: Sie lag im Jahr 2025 mit 6.211 zwar höher als im Vorjahr (5.871), aber immer noch unter dem Niveau von 2020 (6.906).
Stephan Jersch, umweltpolitischer Sprecher der Linksfraktion: „Angesichts dieser Zahlen gehören die Maßnahmen zur Vermeidung von illegaler Müllentsorgung auf den Prüfstand. Die Vermüllung der Stadt ist eine Frage der sozialen Gerechtigkeit. Alle Hamburger*innen haben das Recht auf eine unvermüllte Stadt und die Entsorgung darf nicht am eigenen Geldbeutel scheitern. Der Senat ist gefordert, wirksame Maßnahmen gegen die Vermüllung und einen kostengünstigen, sozial gestaffelten Zugang zur Müllentsorgung zu schaffen.“
