Impossible Founders: Keine Beteiligung ohne Mitsprache!

Der Hamburger Senat hat heute bei einer Pressekonferenz über die Förderung des
Programms „Impossible Founders“ informiert. Die Linksfraktion fordert für die finanzielle Beteiligung Hamburgs klare politische Leitlinien.

Dazu Xenija Melnik, wirtschaftspolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke in der
Hamburgischen Bürgerschaft: „Das Programm ‚Impossible Founders‘ bietet eine große Chance für Hamburg im Bereich Green und Deep Tech. Es besteht allerdings die Gefahr, dass öffentliche Gelder in privatwirtschaftliche Projekte umgelenkt werden, ohne dass soziale oder ökologische Kriterien verbindlich gesichert sind. Zudem könnte es zur weiteren Kommerzialisierung von Wissenschaft und städtischen Innovationsräumen führen, wodurch einige wenige Gründer*innen und Investor*innen begünstigt würden – anstatt breiten  gesellschaftlichen Nutzen zu stiften. Es ist nicht hinnehmbar, dass die Stadt Hamburg erneut Millionen in ein Innovationsprogramm steckt, ohne ein echtes Mitspracherecht zu haben. Während öffentliche Gelder fließen, entscheiden private Unternehmen allein über die Forschungsziele – und richten diese am größtmöglichen Profit und ihren Marktchancen aus, statt am tatsächlichen gesellschaftlichen Bedarf.“

Dr. Arik Willner, CEO Impossible Founders spricht davon, den „Spirit des
Unternehmertums“ wieder in die Hochschulen zu bringen.

Melnik: „Wir sagen: Innovation soll nicht als Selbstzweck der Gewinnerzielung durch Unternehmer*innen verstanden werden, sondern als technologische und soziale Verbesserung für die gesamte Gesellschaft.“