Individuelle Förderung auf dem Arbeitsmarkt sichern
In Hamburg fördern rund 350 Organisationen Menschen bei der Integration in den Arbeitsmarkt. Die Angebote dieser Träger sind vielfältig, denn vielfältig sind auch die Problemlagen, die Menschen von einer Arbeitsaufnahme abhalten. Kürzlich zugewanderte Menschen sind mit anderen Schwierigkeiten konfrontiert als Suchtkranke oder Menschen mit Handicap. In den letzten Monaten war die Ausgabe von Aktivierungs- und Vermittlungsgutscheinen (AVGS-MAT) durch das Jobcenter für solche unterstützenden Maßnahmen allerdings stark schwankend – seit Anfang des Jahres 2025 kam die Ausgabe von Gutscheinen für individuelle Coaching-Maßnahmen sogar vollständig zum Erliegen. Dies führt nicht nur zu einer mangelnden Förderung der Erwerbslosen, sondern in vielen Fällen auch zu wirtschaftlichen Problemen der oft spezialisierten Träger. In einem Bürgerschaftsantrag (Drs. 23/819) fordert die Fraktion Die Linke deshalb den Senat auf, sich in der Trägerversammlung des Jobcenters für eine Neuausrichtung der Förderung einzusetzen – mit dem Ziel, für alle Beteiligten Planungssicherheit herzustellen.
Olga Fritzsche, sozialpolitische Sprecherin der Linksfraktion: „Der Senat muss jetzt dringend handeln, denn die Zustände bei der Arbeitsförderung sind untragbar. Viele Menschen brauchen eine passgenaue Förderung, um sie an eine Berufsausbildung und Arbeit heranzuführen. Diese muss langfristig gesichert sein. Das ist nicht nur wichtig für die Betroffenen selbst, sondern auch für den Arbeitsmarkt. Wer den Fachkräftemangel in unserer Stadt bekämpfen will, könnte an dieser Stelle einen Beitrag leisten. Der Senat darf nicht einfach zusehen, wie die spezialisierte Trägerlandschaft Hamburgs absäuft.“
