JVA Fuhlsbüttel: Personalmangel gefährdet Sicherheit und Resozialisierung
Die Lage im Allgemeinen Vollzugsdienst (AVD) der JVA Fuhlsbüttel spitzt sich zu. Eine Anfrage der Linksfraktion zeigt: Fast jede siebte Stelle im AVD ist unbesetzt, gleichzeitig liegt der Krankenstand bei knapp 16 Prozent. Dazu kommen zum Stichtag 28. Februar 14.814 Überstunden, seit Jahren ein zu hohes Niveau. Der Personalmangel ist längst nicht mehr nur ein internes Problem der Personalplanung, sondern wirkt sich unmittelbar auf Haftbedingungen, Arbeitsbelastung und Sicherheit im Vollzug aus. Für Beschäftigte und Gefangene hat das spürbare Folgen.
Dazu Jan Libbertz, justizpolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke in der Hamburgischen Bürgerschaft: „Der Strafvollzug in Fuhlsbüttel läuft personell auf Verschleiß. Das ist eine enorme Belastung für die Beschäftigten – und es verschlechtert zugleich die Situation der Gefangenen. Wenn Personal fehlt, fallen Angebote aus, Aufschlusszeiten werden eingeschränkt und Resozialisierung bleibt auf der Strecke. So gefährdet der Senat die Gesundheit der Beschäftigten, einen sicheren, funktionierenden Vollzug und missachtet auch die Rechte der Häftlinge. Hamburg braucht schnell und strukturell eine wirksame Entlastung des Allgemeinen Vollzugsdienstes.“
