Neues Zentralamt Unterhaltsvorschuss: Defizite dürfen Jugendarbeit nicht länger belasten!

Auf der Landespressekonferenz hat Finanzsenator Dressel heute die Pläne für ein neues Zentralamt Unterhaltsvorschuss vorgestellt, dass für Kostenreduzierung bei Unterhaltsvorschüssen und mehr Rückgriffe auf Unterhaltspflichtige sorgen soll.

Dazu Jan Libbertz, familienpolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke in der Hamburgischen Bürgerschaft: „Hamburg schafft es Jahr für Jahr nicht, 40 Millionen Euro Unterhaltsvorschüsse zurückzuholen, die Männer eigentlich ihren Kindern schulden. Und dabei glauben wir nicht an die vielzitierten ‚Discoväter‘ oder Geschichten von Betrügereien von Unverheirateten, die eigentlich zusammenleben und die dann bei Hausbesuchen am Klingelschild enttarnt werden – sowas sind Einzelfälle. Hinter diesen offenen 40 Millionen Euro stecken vor allem auch wohlhabende Väter mit guten Anwält*innen, die nicht nachdrücklich genug verfolgt werden. Das neue Amt muss diese Beträge reinholen und dafür sorgen, dass die in der Jugendarbeit verbleiben. Das ist nämlich der Topf, aus dem die Unterhaltsvorschüsse kommen.“