Kürzungshammer: Öffentliche Anhörung zeigt dramatische Missstände an Hamburger Hochschulen

In der heutigen öffentlichen Anhörung im Wissenschaftsausschuss geht es erneut die prekäre Situation an Hamburgs Hochschulen und Universitäten. Nachdem etliche Brandbriefe verschickt wurden und 7.000 Beschäftigte und Studierende bereits im Juni für eine ausfinanzierte Unis und Hochschulen auf die Straße gingen, schildern heute mehrere hundert Betroffene verschiedenster Statusgruppen die prekäre Lage im Wissenschafts- und Studienalltag.

Dazu Xenija Melnik-Üzüm, wissenschaftspolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke in der Hamburgischen Bürgerschaft:

„Die Beiträge der Bürger*innen auf der öffentlichen Anhörung haben gezeigt, welche katastrophalen Folgen die rot-grüne Kürzungspolitik im Hochschulbereich hat: Grundbudgets werden heruntergefahren, Stellen vakant gehalten, Professuren gestrichen, die Beschaffung von Lehrmitteln an Bibliotheken wird eingeschränkt und neue Bücher sollen über Spenden beschafft werden. Beschäftigte aller Statusgruppen und Studierende müssen am laufenden Band improvisieren und arbeiten mit Sorge unter widrigen Bedingungen am Leistungslimit.

Senatorin Blumenthal und der Senat treiben die Hochschulen und Uni mit ihrer Sparpolitik an den Rand der Handlungsfähigkeit.  Die Hochschulautonomie wird ad absurdum geführt, wenn zu wenig finanzielle Mittel bereitgestellt werden und gleichzeitig mit dem Finger auf die Unis und Hochschulen gezeigt wird. Was nützen all die Exzellenzcluster, wenn in der Breite simpelste Abläufe nicht garantiert sind? Die Senatorin und der Senat sind unmittelbar verantwortlich für die prekären Zustände der Hochschulen. Der Wissenschaftsstandort Hamburg ist in ernster Gefahr. Das ist bei der Anhörung heute erschreckend deutlich geworden.“