Nach Fanprotesten: Linke begrüßt Umdenken auf Innenministerkonferenz
Am heutigen Freitag endete die dreitägige Konferenz der Innenminister*innen in Bremen – und zwar ohne die Verabschiedung neuer repressiver Maßnahmen gegen Fußballfans. Dieses Ergebnis ist vor allem auf die wochenlangen bundesweiten Fanproteste zurückzuführen, wie sie auch in Hamburg liefen. Die kritischen Themen sollen jedoch weiterverhandelt werden – so steht die Gründung einer bundesweiten Kommission zur Verhängung von Stadionverboten kurz bevor.
Dazu Martin Wolter, sportpolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke in der Hamburgischen Bürgerschaft: “Diesen Erfolg haben sich all die Fußballfans zuzuschreiben, die sich auf der Straße und in den Stadien gegen ungerechtfertigte Entscheidungen von oben zur Wehr gesetzt haben. Fehlende Mitbestimmung für die Betroffenen und Intransparenz seitens der beteiligten Politiker*innen haben für Unsicherheit gesorgt. Fußballfans schaffen einen gesellschaftlichen Mehrwert und ihre Freiräume sind zu respektieren – sie haben nicht nur eine Konsumfunktion. Nachdem dieser Angriff auf die lebendige und kritische Fankultur abgewehrt wurde, bleiben wir weiterhin am Ball, damit solche unverhältnismäßigen Maßnahmen auch in Zukunft verhindert werden. Grundrechte gelten auch für Fußballfans!“
