Netzentgeltentlastung: Energieversorgung in öffentlicher Hand macht einen Unterschied

Werden die Entlastungen bei den Netzentgelten an Hamburgs Stromkund*innen weitergegeben? Zu dieser Frage hat die Linksfraktion eine Anfrage an den Senat gestellt.

Dazu Stephan Jersch, energiepolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke in der Hamburgischen Bürgerschaft: „Während der größte Stromversorger in Hamburg, Vattenfall, laut Senatsantwort mit dem Nachrechnen der Netzentgeltentlastung immer noch nicht fertig ist, wird für die Kund*innen des städtischen Unternehmens HEnW bereits seit Jahresbeginn die Netzentgeltentlastung vollständig weitergegeben. So wird soziale Verantwortung als öffentliches Unternehmen der Stadt umgesetzt. Das zeigt für mich einen Mehrwert der Energieversorgung in öffentlicher Hand“.
Zur Rolle Vattenfalls merkt Jersch an: „Als Grundversorger und größter Stromlieferant Hamburgs hat Vattenfall eigentlich eine besondere Rolle inne. Nach Schätzungen beziehen mehr als 20 Prozent der Haushalte ihren Strom über die Grundversorgung und damit über Vattenfall. Es ist dreist, dass Vattenfall bei den Zahlen seiner Kund*innen in der Grundversorgung – schließlich handelt es sich um einen gesetzlichen Auftrag. Dass Vattenfall den Strombezieher*innen die die Netzgeltentlastung bisher vorenthalten hat und erst zum 1.April handelt, gleichzeitig aber den Grundpreis kräftig erhöht, zeugt nicht von Kund*innenorientierung.“