UNSER HAMBURG: ZU SCHADE FÜR OLYMPIA!

Olaf Scholz & Co. wollen unsere Stadt zu einer “Olympic City” umbauen. Das bedeutet: mehr Privatisierung, mehr Überwachung, höhere Mieten. Olympia ist vielleicht eine schöne Idee. Aber nicht zu diesem Preis! Stimmen Sie deshalb mit NEIN beim Referendum am 29. November!

Anzeige NOlympia Fraktion DIE LINKE

WIR SAGEN NEIN ZU OLYMPIA IN HAMBURG

Olympia in Hamburg? Das klingt erst mal toll. Sport, Party, Glamour, internationale Gäste… wer könnte etwas dagegen haben? Wir! Denn mit Olympia ist es wie mit billigem Fast-Food. Es sieht auf den ersten Blick lecker aus. Doch wenn man sich informiert, wie es hergestellt wurde und wie ungesund es ist, dann vergeht einem der Appetit. Gerade weil uns der Sport am Herzen liegt, sind wir gegen Olympia. 5 gute Gründe:

1. TEUER

NolympiaGeld? Haben wir nicht! Sagt der Senat, wenn es um Lohnerhöhungen für städtische Angestellte geht. Wenn es um Angebote für Jugendliche, Familien, Kultur und Sport, um Parks, Bürgersteige und soziale Einrichtungen geht. Doch für Olympia ist das Geld auf einmal da: Mehr als 7.400.000.000 Euro Steuergelder soll die Party – laut Planung –  kosten! Das entspricht in etwa dem Preis von zehn Elbphilharmonien.
Dass es am Ende noch viel mehr werden, bezweifelt kaum jemand: Bislang sind alle Olympischen Spiele deutlich teurer geworden als ursprünglich kalkuliert – im Durchschnitt sogar mehr als doppelt so teuer, wie eine Studie aus Oxford zeigt). Es ist Geld, das wir alle werden bezahlen müssen. Weil Schulden machen laut Verfassung nicht mehr erlaubt ist, muss jeder Cent für Olympia an anderer Stelle eingespart werden.

Wir meinen: Keine Steuer-Milliarden für Olympia!

 

2. KORRUPT

Wer sich für Olympia bewirbt, begibt sich in die Hände des Internationalen Olympischen Komitees (IOC). Dessen Funktionäre diktieren die Bedingungen der Spiele – zum Beispiel, dass sie keine Steuern bezahlen müssen. Wer sich dem verweigert, riskiert die Ablehnung der Bewerbung. Ebenso wie die FIFA ist auch das IOC immer wieder durch Korruptionsskandale ins Gerede gekommen, durch Bestechung, Stimmenkauf und Intransparenz. Zwar soll es eine Reform geben – aber ob die wirklich kommt, ist längst nicht klar. Einstweilen regieren die Funktionäre unangefochten weiter und würden sich durch ein Ja Hamburgs zur Olympia-Bewerbung bestätigt fühlen.

Wir meinen: Kein Olympia-Deal mit korrupten IOC-Funktionären!

 

3. KOMMERZIELL!

Nur für die "Olympische Familie": Extra-Fahrspur bei Olympia 2012 in London (c) CC BY-NC-ND 2.0 sheep"r"us - on flickrDie lokale Wirtschaft profitiere von Olympia, wird immer wieder behauptet. Tatsächlich aber sind es – neben dem IOC – die großen Sponsoren wie McDonald’s, Coca Cola, Visa und Co., die den großen Reibach machen. Ihre Interessen werden vom IOC rücksichtslos durchgesetzt – auch und gerade gegen lokale Konkurrenz. So dürfen Unternehmen, die mit den Sponsoren im Wettbewerb stehen, ihre Produkte im Umfeld von Olympia nur noch eingeschränkt bewerben und verkaufen. Die heimische Wirtschaft, so zeigen es alle bisherigen Beispiele, hat so gut wie nichts von den Spielen.

Wir meinen: Mit Olympia kommt keine große Feier für alle, sondern eine teure Sause für wenige!

 

4. NICHT NACHHALTIG!

Olympische Spiele am Ufer der Elbe – zugegeben, das sieht bestimmt toll aus. Doch in unserem Hafen ist ohnehin alles dicht gedrängt, die Flächen sind auch ohne Olympia schon knapp. Um Stadien, Unterkünfte und Hallen zu bauen, müssen ganze Betriebe umgesiedelt, gigantische Sportstätten errichtet und anschließend wieder abgebaut werden. Die Zukunft Hamburgs wird in die Hände privater Investoren gelegt. Das kann nicht gutgehen. Das kostet nicht nur viel Geld, es ist auch schädlich für die Umwelt. Das Versprechen „nachhaltiger Spiele“ wurde schon bei vielen Olympischen Spielen gemacht – eingelöst worden ist es bislang noch nie.

Wir meinen: Keine Umweltzerstörung durch Mega-Events!

 

5. UNSOZIAL!

„Weil Hamburg nur gewinnen kann“ lautet der Slogan der Olympia-Fans. Dabei ist das genaue Gegenteil der Fall. Alle bisherigen Beispiele zeigen: Für Wohlhabende, Konzerne und Sponsoren ist Olympia eine schöner Spaß. Für alle anderen bedeutet es steigende Preise und Mieten, leert die öffentlichen Kassen, führt zu Sozialabbau, Verdrängung, Privatisierungen, Kürzungen, Überwachung und dem Abbau von Bürgerrechten. Machen wir uns nichts vor: Olympia macht die Reichen noch reicher und die Armen noch ärmer. Gewinnen würden Konzerne und IOC – verlieren würden alle, die ohnehin schon wenig haben.

Wir meinen: Olympia treibt Mieten hoch. Profit machen nur Konzerne.

Sie entscheiden: Ihr NEIN kann Olympia in Hamburg verhindern!

Am 29.11. ist das Refrendum über Hamburgs Olympia-Bewerbung. Mitmachen dürfen alle Hamburger/innen mit deutscher Staatsangehörigkeit ab 16 Jahren. Infos unter www.hamburg.de/wahlen

Stimmen Sie mit NEIN! Damit Hamburg gewinnt.


 

“Wir wundern uns schon, dass es für Olympia auf einmal so viel Geld gibt. Für mehr sozialen Wohnungsbau war das bisher angeblich nicht da.” Heike Sudmann, Abgeodnete der Linksfraktion Hamburg, erklärt im TV-Interview bei Hamburg 1, warum sie gegen Olympia in Hamburg ist. Das ganze Interview zum Nachschauen in der Mediathek von Hamburg 1.

Heike Sudmann und Herbert Schalthoff


 

“Backbord” informiert über Olympia

Die aktuelle Ausgabe unserer Fraktionszeitung beschäftigt sich ausführlich mit der Hamburger Olympia-Bewerbung. Als pdf herunterladen oder gleich hier online lesen!

 

 


Olympia-Propaganda mit falschen Zahlen: Die erfundenen Fans vom Stadtpark

Bildschirmfoto 2015-11-09 um 10.00.28Mit Teilnehmerzahlen bei Großveranstaltungen ist das so eine Sache. Sie sind schwer zu ermitteln, wir kennen das von Demos: Da sagt die Polizei 1000, die Veranstalter sagen 1500, die Wahrheit liegt dann oft in der Mitte. Als am Sonntag im Stadtpark tausende Olympia-Fans bereitgestellte bunte Plastikponchos überstreiften und sich zu riesigen menschlichen olympischen Ringen aufstellten, hätte man deren genaue Zahl eigentlich auch nur schätzen können. Wäre da nicht dieser Rekordversuch gewesen. Denn die Veranstaltung sollte nicht nur tolle Bilder produzieren, sondern auch ins Guinness-Buch der Rekorde eingetragen werden. Eigens dafür wurde sogar ein Guinness-Vertreter aus London eingeflogen, dessen alleinige Aufgabe es war, das korrekte Zustandekommen des Rekords zu dokumentieren und auch die genaue Zahl der Olympia-Fans exakt zu ermitteln. Genau das tat er (anhand von Luftbildern) noch vor Ort. Er zählte 6211 Köpfe, „Weltrekord“ geschafft. Alles gut also?
Nein. Denn trotz des Rekords war die ganze Stadtpark-Aktion eigentlich ein totaler Fehlschlag. Ursprünglich war nämlich mit einer deutlich größeren Teilnehmerzahl gerechnet worden, “mindestens 10.000” hatten die Veranstalter angekündigt. Und nun waren trotz Sonnenschein und Frühlingstemperaturen nicht einmal annähernd so viele gekommen.
Was also tun die überwiegend olympiabegeisterten Medien (fast die gesamte Hamburger Lokalpresse ist „Medienpartner“ der Bewerbung)? Sie phantasieren sich die Zahl einfach schön. “17000” Teilnehmer meldeten zunächst die Olympia-Befürworter über Twitter, die gleiche Zahl stand auf der Webseite des Hamburger Abendblatts. Bei Mopo, NDR und anderen ist von jeweils von etwa 13000 die Rede – diese Zahl kam angeblich von der Hamburger Polizei. Wie die darauf gekommen sein will, steht in den Sternen, denn selbst die Printausgabe des Abendblatts hat die Zahl inzwischen auf 10000 herunterkorrigiert.
Dass auch diese Zahl noch immer stark übertrieben ist, zeigt der Blogger Michael Büker sehr schön anhand einer Luftbildanalyse. Nach seinen Berechnungen wurde nicht einmal der bisherige Rekord geknackt: https://gebloggendings.wordpress.com/…/olympische-ringe-im…/Bei allem Ärger über die unkritische Berichterstattung in der Presse zeigt der Sonntag dennoch eins ganz deutlich: Die Olympia-Begeisterung der Hamburger/innen geht spürbar zurück. Und erfundene Fans haben zum Glück keine Stimme beim Referendum!


Olympia-Kommerz zum Kopfschütteln: IOC verbietet “Feuer und Flamme”

feuerundflamme-logo“Olympia” ist eine Marke, die das Internationale Olympische Komitee (IOC) rücksichtslos verteidigt. Dafür hat es sich vom Bundestag sogar extra ein “Gesetz zum Schutz des olympischen Emblems und der olympischen Bezeichnungen (OlympSchG)” beschließen lassen.

Dass das IOC die Möglichkeiten dieses Gesetzes rücksichtslos ausnutzen wird, bekommen jetzt ausgerechnet die Olympia-Befürworter in Hamburg zu spüren. Wie mehrere Zeitungen übereinstimmend berichten, verbietet ihnen das IOC, das Logo mit dem Slogan “Feuer und Flamme” nach dem Referendum weiter zu benutzen. „Das IOC geht davon aus, dass die olympische Flamme geschützt ist”, wird Hamburgs Bewerbungschef Dr. Nikolas Hill zitiert. Es werde jetzt an einem neuen Logo gearbeitet.

Fachleute überrascht das Vorgehen des IOC nicht. Schon bei früheren Spielen wachten “Markendetektive” darüber, dass niemand die Marke “Olympia” einsetzt, ohne dafür zu bezahlen. Während der Spiele in London 2012 bekam das zum Beispiel ein Metzger zu spüren, weil er in seinem Schaufenster Würstchen nach Art der olympischen Ringe angeordnet hatte.

 


Olympia 2024 – Der Lack blättert ab

IMG_7933Eine Analyse von Heike Sudmann 

Brauchen wir Olympia für die Stadtentwicklung? Nein!
Skepsis und Zweifel an Hamburgs Bewerbung für Olympia 2024 werden zu Recht immer größer. Heike Sudmann, stadtentwicklungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, hat noch einmal alle bekannten Fakten, die GEGEN Olympia an der Elbe sprechen, sortiert und in diesem Text gut verständlich aufgeschrieben. Sehr lesenswert!

 

BUND empfiehlt: NEIN zu Olympia

719px-Bund_für_Umwelt_und_Naturschutz_Deutschland_Logo.svgEin “nachhaltiges Konzept”, mit dem man “Maßstäbe setzen” will, versprechen die Befürworter/innen von Olympia in Hamburg. Doch die Fachleute des Bundes für Umwelt- und Naturschutz in Deutschland BUND kamen nach Sichtung des Bewerbungskonzepts zu einem ganz anderen Urteil. Die Spiele seien “nicht umweltverträglich”! Die Bürger/innen Hamburgs fordert der BUND Hamburg auf, am 29. November mit NEIN zu stimmen.


IMG_7792Wissenschaftler/innen kritisieren Olympia

In einem Positionspapier haben sich Professor/inn/en derUniversität Hamburg, der Hafencity-Universität und der Hochschule für Angewandte Wissenschaften ablehnend zu Olympia in Hamburg geäußert. Ziel des “Professoren-Aufstands gegen Olympia” (Hamburger Morgenpost) ist eine kritische Diskussion über Sinn und Zweck der Spiele in Hamburg. In dem Papier, das auf der Webseite www.olympiakritik-aus-der-wissenschaft.de nachzulesen ist, zeigen die Fachleute aus den Bereichen Stadtplanung, Sicherheits- und Umweltforschung die Knackpunkte auf. Demnach schränke Olympia Bürgerrechte ein, verstärke die soziale Verdrängung und seien insgesamt ein unklakulierbares finanzielles Risiko.


Wie teuer werden die Olympischen Spiele in Hamburg?

11811,2 Milliarden, behauptet Bürgermeister Olaf Scholz. Aber wie glaubwürdig ist diese Zahl? Forscher/innnen aus Oxford haben sich die Mühe gemacht und haben solche Planungsziffern mit den am Ende tatsächlich entstandenden Kosten verglichen. Dabei fanden sie heraus, dass bisher bei ALLEN Olympischen Spielen seit 1960 die tatsächlichen Kosten über den geplanten lagen – ob in Athen, Sydney, Peking oder Atlanta. Im Durchschnitt überschritten die Ausgaben bei Sommerspielen die geplanten Kosten um 118 Prozent. Im Durchschnitt! Rechnet man Winterspiele mit ein, sehen die Zahlen noch ungünstiger aus.


 

 

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