Optimismus auch ohne Olympia: Jetzt in Breitensport, Inklusion und soziale Infrastruktur investieren!
Das Referendum beendete die Olympia-Bewerbung, nicht jedoch die Bedarfe der Stadt. Am 31. Mai 2026 stimmten 54,9 Prozent der Hamburger*innen gegen eine Olympia-Bewerbung. Eine Mehrheit dafür gab es nur in den wohlhabenden Stadtteilen. In den finanziell benachteiligten Quartieren fiel das Votum hingegen deutlich gegen das Großereignis aus. Für die Linksfraktion ist das ein klarer Auftrag: Die zugesagten Verbesserungen – bezahlbarer Wohnraum, neue Sportstätten und eine inklusive Infrastruktur – dürfen nicht von einem Mega-Event abhängig sein, sondern müssen der gesamten Stadt zugutekommen. Die Linksfraktion beantragt deshalb in der heutigen Bürgerschaftssitzung die Umwidmung der für Olympia eingeplanten investiven Mittel für die soziale Stadtentwicklung bis 2040.
Dazu David Stoop, haushaltspolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke in der
Hamburgischen Bürgerschaft: „Der Senat war zu einem Gesamtkonzept mit klarer
Zukunftsvision und einer Zielmarke bis 2040 fähig. Diese Erkenntnis muss nun der ganzen Stadt dienen und darf nicht länger den Zwängen des IOC und seiner Sponsoren unterliegen. Finanzsenator Dr. Dressel hat zugesichert, dass Jahr für Jahr 100 Millionen Euro für die Spiele im regulären Haushalt bereitgestellt werden können. Diese insgesamt 1,4 Milliarden Euro müssen in einen verbindlichen Zukunftsplan für ein soziales Hamburg fließen. Jetzt erst recht! Benachteiligte Stadtteile sollen dabei besonders berücksichtigt werden. Mit unserem Antrag
präsentieren wir konkrete Vorschläge für den Mitteleinsatz. SPD und Grüne müssen jetzt die Kraft aufbringen, auch ohne Olympia optimistisch in die Zukunft zu blicken und wichtige Projekte anzugehen.“
