City-Hof: Doch kein grünes Licht von ICOMOS – Senat spielt falsch

Anders als am gestrigen 27. November vom Senat per Pressemitteilung behauptet, gibt ICOMOS kein grünes Licht für den Abriss des City-Hofs. In einer heute Nacht verschickten Erklärung korrigiert ICOMOS den „bedauernswerten Fehler“ der Mitteilung des Senats. Der City-Hof trage in und mit der Pufferzone zum „außergewöhnlichen universellen Wert“ der Welterbestätte Speicherstadt und Kontorhausviertel bei. Derzeit gebe es keine Pläne, den geplanten Abriss und Neubau des City-Hofs dem Welterbekomitee vorzulegen.

„Wie weit will der Senat noch gehen, um seine blinde Abrisswut gegen den City-Hof durchzuboxen? Mit fake news, mit falschen Aussagen so schnell wie möglich Fakten schaffen zu wollen, ist ungeheuerlich”, kritisiert die stadtentwicklungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft, Heike Sudmann. „Dieser Senat muss in seinem unredlichen Tun sofort gestoppt werden. Das Verfahren mit ICOMOS ist ordentlich zu Ende zu führen, ohne weitere Mauscheleien und Druck Hamburgs oder des Auswärtigen Amts auf die UNESCO.“

Sudmann weist darauf hin, dass die Bürgerschaft zweierlei beschlossen habe: Zum einen solle der Abriss des City-Hofs von der Zustimmung von ICOMOS abhängig gemacht werden. Zum anderen dürfe der Verkauf an die Firma August Prien erst erfolgen, wenn die so genannte Vorweggenehmigungsreife des Bebauungsplans erreicht sei. Diese wird frühestens im ersten Quartal 2019 vorliegen. „Ohne den Verkauf an Prien kann kein Abbruch genehmigt werden“, fasst Sudmann zusammen. „Und ohne eine Bewertung von ICOMOS und UNESCO, ob der geplante Neubau eine Gefährdung der Welterbestätte bedeutet, darf kein Bagger anrollen.“