Schulbus-Studie: Jugendliche brauchen Räume!
Weniger Alkohol, Tabak und Cannabis – mehr problematischer Internetkonsum. Das sind grob zusammengefasst die Ergebnisse der aktuellen Schulbus-Studie, die der Senat heute auf der Landespressekonferenz vorgestellt hat.
Dazu Jan Libbertz, jugendpolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke in der Hamburgischen Bürgerschaft: „Für Die Linke ist der Zusammenhang klar: Jugendliche experimentieren mit Drogen vor allem, wenn sie zusammenkommen und sich mit Freund*innen treffen. Dafür gibt es wenig Platz. Nicht erst seit der Corona-Pandemie fehlen In Hamburg Räume für Jugendliche. Räume, draußen wie drinnen, in denen sie einfach sein können, ungestört von Erwachsenen. Jugendliche haben deshalb das Internet als Raum für sich erobert und leben dort ihre Bedürfnisse aus. So werden weniger Drogen konsumiert, aber die problematische Online-Nutzung steigt. Und damit verknüpft sind dann auch Einsamkeit, Essstörungen und Spielsucht. Neben mehr Medienpädagogischer Präventionsarbeit muss die Stadt Hamburg dafür sorgen, dass überall in der Stadtplanung Orte für Jugendliche mitgedacht werden. Und schon kurzfristig brauchen wir eine Offensive für die Offene Kinder- und Jugendarbeit. Denn das ist der Ort, an dem Kinder und Jugendliche sich frei entfalten und entwickeln können – von Erwachsenen weitgehend entlastet, aber nicht komplett sich selbst überlassen.“
