Streiks bei der Hamburger Hochbahn: Mobilitätswende braucht faire Löhne!
Am heutigen Dienstag, den 24.02. wurde erneut keine Einigung bei den Tarifverhandlungen zwischen der ver.di und der Hamburger Hochbahn AG erzielt. ver.di fordert 7,5 Prozent mehr Lohn für die Beschäftigten sowie eine 7,5 Prozent höhere Auszubildendenvergütung in Kombination mit einem Mietkostenzuschuss in Höhe von 200 Euro pro Monat über eine Laufzeit von 12 Monaten. Die Arbeitgeberseite legte ein Angebot mit einer Laufzeit von 36 Monaten vor, das nicht einmal die Kaufkraftverluste durch die Inflation ausgleicht. In Reaktion darauf hat ver.di die Beschäftigten der Hamburger Hochbahn zu einem 48-stündigen Warnstreik aufgerufen – beginnend am Freitag, den 27.02. um 3 Uhr bis Sonntag, den 01.03. um 3 Uhr. Ob sich die Beschäftigten der Hamburg-Holstein GmbH ebenfalls an den Streiks beteiligen, wird sich in den Tarifverhandlungen am kommenden Donnerstag klären.
Dazu Kay Jäger, gewerkschaftspolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke in der Hamburgischen Bürgerschaft: „Die Hochbahn-Beschäftigten halten den öffentlichen Nahverkehr in unserer Stadt am Laufen. Eine Lohnerhöhung um 7,5 Prozent ist angesichts der massiv steigenden Kosten für Miete, Lebensmittel und Energie kein Bonus, sondern das Mindeste. Die Beschäftigen verdienen Respekt und Wertschätzung, keinen Reallohnverlust über die nächsten drei Jahre. Durch die Blockadehaltung der Arbeitgeberseite sind die Kolleg*innen gezwungen, in den Streik zu treten – die Busse und U-Bahnen stehen also still, sondern weil sich die Arbeitgeber ernsthaften Verhandlungen verweigern. Und das Geld ist da: Wenn der Senat Mobilität und öffentliche Infrastruktur vor teure Prestigeprojekte stellen würde, müsste der ÖPNV nicht stillstehen.“
