Streiks im ÖPNV: Linksfraktion bringt Forderungen der Beschäftigten in die Bürgerschaft
Die Beschäftigten bei der Hochbahn und den Verkehrsbetrieben Hamburg-Holstein (VHH) stehen unter großem Druck und sind gezwungen immer wieder in den Streik zu treten, denn die Arbeitsbedingungen im ÖPNV sind hart. Den Preis für die Sparpolitik des Senats zahlen die Mitarbeiter*innen und aktuell auch die Fahrgäste, die von den Ausfällen während der Tarifverhandlungen betroffen sind. Doch die Kolleg*innen sind unerlässlich für die Mobilitätswende und eine funktionierende Metropole wie Hamburg. Fehlende Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Nachwuchsprobleme, ungleiche Bezahlung bei gleicher Arbeit und hohe Krankenquoten sind bei den Beschäftigten der Alltag. Das ergibt eine Große Anfrage der Linksfraktion, über die die Bürgerschaft heute debattiert.
Dazu Kay Jäger, gewerkschaftspolitischer Sprecher und Sprecher für öffentliche Unternehmen der Fraktion Die Linke in der Hamburgischen Bürgerschaft: „Die Kolleg*innen der Verkehrsbetriebe leisten täglich harte Arbeit damit wir sicher von A nach B kommen und tragen dabei noch die Verantwortung für tausende Fahrgäste: In Schichten, in geteilten Diensten, nachts und an mindestens jedem zweiten Sonntag. Die Entbehrungen, die sie dafür in Kauf nehmen, sind groß: Keine Vereinbarkeit von Familie und Beruf und soziale Kontakte gehen verloren. Dafür müssen sie gut bezahlt, wertgeschätzt und bei der Wochenarbeitszeit entlastet werden. Die Forderungen der Kolleg*innen und ihrer Gewerkschaft ver.di in den laufenden Verhandlungen sind mehr als berechtigt – gerade in Zeiten von immer weiter steigenden Preisen. Den Kolleg*innen ist klar, dass der Senat der eigentliche Verhandlungspartner ist – der aber versucht, sie kurz zu halten. Eine Mobilitätswende und eine funktionierende Stadt brauchen einen gut finanzierten und vernünftig ausgestatteten ÖPNV. SPD-Finanzsenator Dressel muss endlich Schluss machen mit dieser Sparpolitik, die auf dem Rücken der Beschäftigten und der Stadtgesellschaft ausgetragen wird.“
