HSH Nordbank: Neue Verluste für Hamburg

Schleswig-Holsteins Finanzministerin Heinold erklärte gestern auf einer Bürgerveranstaltung, dass es weitere Verluste aus dem Ankauf von Portfolios der HSH Nordbank geben wird. „Die erneute Rettung der HSH zum vergangenen Jahreswechsel wird immer teurer und teurer“, erklärt dazu Norbert Hackbusch,  haushaltspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft. „Die Abbau-Aktionen der Bank werden immer nebulöser. Plötzlich verkündet der HSH-Vorstandsvorsitzende Ermisch, dass die zehn Milliarden Euro Garantie auf jeden Fall vollständig gezogen würde – vor wenigen Monaten wurden noch sieben Milliarden angekündigt. Zudem müssten noch weitere elf Milliarden Euro an schlechten Risikoengagements aus der Bank herausgelöst werden, um die Bank privatisierungsfähig machen zu können. Jetzt verkündet Frau Heinold noch weitere Verluste,  die HSH-Portfoliomanagement AöR wird die Schiffs- und Kreditwerthaltigkeiten aus dem Fünf-Milliarden-Ankauf neu bewerten müssen. Die vom Hamburger Senat versprochene Reduzierung der neu gewährten Kreditlinien der Portfolio-Management/HSH Finanzfonds AöR über 16,2 Milliarden Euro lässt auch auf sich warten.  Hier wird mit Milliarden jongliert. Das Vertrauen in die HSH, aber auch in den Senat ist aufgebraucht!“