Sportfördervertrag: Langfristige Planung statt Bittstellerrolle!

  • 13. November 2018

Nach über 550 Verhandlungsstunden haben Senat und Sportverbände sich auf einen neuen Sportfördervertrag geeinigt. Kern der Einigung ist: HSB und HFV erhalten eine Förderung von knapp 10 Millionen Euro.

Für Mehmet Yildiz, sportpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft, ist die Einigung kein Grund zum Feiern: „Der Senat hat in den letzten beiden Jahren für Sportgroßveranstaltungen 18 Millionen Euro ausgegeben. Im Sportfördervertrag sind  lediglich 1,6 Millionen Euro pro Jahr für die Modernisierung der vereinseigenen Sportanlagen eingeplant. Das ist nur eine sehr geringe Mittelerhöhung.“ 

Yildiz fordert eine Abkehr von den kurzfristig bemessenen Sportförderverträgen: “Der Sportfördervertrag gilt wieder nur für zwei Jahre. Bereits 2019 werden im Hintergrund Verhandlungen für den nächsten Sportfördervertrag anlaufen. Wir können den Breiten- und Spitzensport der Stadt nur langfristig fördern und erhalten, wenn Hamburg sein eigenes Sportfördergesetz bekommt! Nur so würden die kleineren und mittleren Vereine eine Planungssicherheit erhalten und der organisierte Sport müsste nicht alle zwei Jahre als ‚Bittsteller‘ gegenüber dem Senat auftreten.“