Wasserrohrbrüche in Kirchdorf-Süd: SAGA muss sofort Verantwortung übernehmen

Nach zwei schweren Wasserrohrbrüchen stehen Hunderte von Mieter*innen in zwei SAGA-Immobilien vor dem Nichts: In den Häusern Karl-Arnold-Ring 53 und Erlerring 10 in Kirchdorf-Süd waren am Freitag kurz nacheinander Leitungen geplatzt und hatten die beiden Hochhäuser geflutet. Die Folgen sind dramatisch: In den meisten der rund 200 Wohnungen sind massive Wasserschäden, der Strom ist ausgefallen, hilfsbedürftige Menschen können ihre Wohnungen bis heute nicht verlassen, weil die Aufzüge ausgefallen sind. Die SAGA reagierte auf diese Notlage vollkommen hilflos – Betroffene, die in Hotels untergebracht wurden, sollten die bereits heute wieder verlassen.

Dazu Kay Jäger, Wahlkreisabgeordneter für Wilhelmsburg der Linksfraktion in der Bürgerschaft: „Schnittchen und Kaffee – viel mehr ist der SAGA bisher nicht eingefallen, und das auch erst nach drei Tagen. Dabei ist die Lage der Menschen in den beiden Hochhäusern dramatisch: Kein Strom, keine Kühlschränke, keine Kochmöglichkeit, oft sind die Möbel zerstört und die Tapeten kommen runter. Dass das größte städtische Wohnungsunternehmen derart hilflos auf eine solche Notlage reagiert, ist eine totale Blamage. Und jetzt muss die SAGA handeln, muss Verantwortung übernehmen. In den vergangenen Jahren haben die Mieter*innen immer neue Mieterhöhungen auf den Tisch bekommen – da hat die SAGA sich nicht zurückgehalten und viele der Menschen treffen die Mietkosten hart. Schon allein das ist für ein Unternehmen, das der Stadt gehört, unverantwortlich. Dass das gleiche Unternehmen seine Mieter*innen dann aber auch noch buchstäblich im Regen stehen lässt, ist das Allerletzte. Für uns steht fest: Die SAGA muss wieder gemeinnützig werden, die Mieter*innen müssen mitbestimmen dürfen!“