Wohnraum, wo Not ist: Linksfraktion fordert Umdenken bei Sozialwohnungen

Mit einem Antrag fordert die Linksfraktion in der heutigen Bürgerschaftssitzung, dass jährlich mindestens 3.000 vordringlich wohnungssuchende Haushalte durch das städtische Wohnungsunternehmen SAGA mit Wohnraum versorgt werden. Darüber hinaus sollen präventive Hausbesuche durch die Fachstellen für Wohnungsnotfälle zur Sicherung gefährdeter Mietverhältnisse ausgebaut werden.

Dazu Olga Fritzsche, sozialpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke in der Hamburgischen Bürgerschaft: „Wer Dringlichkeitschein oder Dringlichkeitsbestätigung hat, hat Anspruch auf eine Wohnung – Punkt. Ohne Wenn und Aber. Trotzdem gelten über 16.000 Haushalte als unversorgt, während Hamburgs Sozialwohnungsbestand rasant schrumpft. Wenn SAGA und die Genossenschaften zusammen nur knapp 2.400 vordringlich Wohnungssuchende im Jahr versorgen, reicht das nicht mal ansatzweise. Der Senat muss endlich vom Reden ins Handeln kommen – und zwar jetzt. Mehr bezahlbare Wohnungen, wirksame Prävention und gerechter Zugang sind der Schlüssel, um Wohnungslosigkeit nachhaltig zu bekämpfen.“