47 Tote seit September: Es braucht einen Paradigmenwechsel in der Obdachlosenhilfe!

Mindestens 21 obdachlose Menschen sind seit Mitte September 2024 auf Hamburgs Straßen gestorben. Hinzukommen 26 weitere Menschen ohne festen Wohnsitz, die in einem der Hamburger Krankenhäuser verstorben sind. Dass geht aus der Antwort des Senats auf eine Anfrage der Linksfraktion hervor.  

Dazu Olga Fritzsche, sozialpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke in der Hamburgischen Bürgerschaft: „47 Menschen ohne Wohnung sind seit September letzten Jahres verstorben. Ich finde das wirklich bestürzend. Und trotzdem feiert sich die Stadt dafür, das beste Winternotprogramm und ein umfassendes Hilfesystem zu haben. Gleichzeitig sterben Menschen auf der Straße, allein und schutzlos. Und wir beobachten eine stark zunehmende Verelendung. Obwohl sich die Anzahl der obdachlosen Menschen in Hamburg nahezu verdoppelt hat, ist das Winternotprogramm nicht ausgelastet und Plätze bleiben leer. Das zeigt doch überdeutlich, dass es eben nicht reicht, den Menschen ein nächtliches Angebot in Massenunterkünften zu machen, die sie tagsüber wieder verlassen müssen und das sie nicht annehmen wollen. Hier braucht es endlich einen Paradigmenwechsel hin zu einem ganztägig geöffneten Winternotprogramm mit Einzelzimmern.“

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