Armutsfalle Pflege: Linke fordert Systemwechsel bei der Pflegeversicherung
Pflegebedürftig zu werden ist ein dramatischer Einschnitt in das Leben eines jeden Menschen – und auch der Angehörigen. Zugleich ist dieser Moment für die Mehrzahl der Betroffenen der Einstieg in eine Armutsspirale – die Eigenanteile in den Pflegeheimen sind in den letzten Jahren geradezu explodiert und liegen in Hamburg mittlerweile bei durchschnittlich knapp 3500 Euro. Die Linksfraktion fordert in ihrem Antrag den Senat daher auf, Pflegebedürftige, die auf stationäre Pflege angewiesen sind, spürbar zu entlasten, sich für einen nachhaltigen und gerechten Umbau der Pflegeversicherung und im Bundesrat gegen die geplanten Verschlechterungen bei der Pflegeversicherung einzusetzen.
Dazu Deniz Celik, gesundheitspolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke in der Hamburgischen Bürgerschaft: „Die Pflegeversicherung steht finanziell unter erheblichen Druck. Die Bundesregierung reagiert mit der Planung von krassen Einschnitten, die viele Pflegebedürftige und ihre pflegenden Angehörigen in die Armut schicken. Aber Pflege darf nicht unbezahlbar sein! Voraussetzung ist, dass die Pflegeversicherung zu einer solidarischen Vollversicherung umgebaut wird und die Stadt sich nicht länger aus ihrer Verantwortung für Investitionen in Pflegeheime und die Ausbildung von Pflegekräften zieht.“
