CSD in Hamburg: Gemeinsam gegen den Kulturkampf von rechts
Hamburg feiert die Vielfalt – am Wochenende endet die Pride Woche mit einem dreitägigen Straßenfest auf dem Jungfernstieg und der Demo am Samstag. Hamburgs Linksfraktion nimmt an der Demo mit einem Lkw teil (Startposition 118), wir wollen gemeinsam die Errungenschaften der vergangenen Jahrzehnte feiern. Doch gleichzeitig sind queere Menschen in ihrem Alltag einer zunehmenden Bedrohung durch den laufenden Kulturkampf von rechts ausgesetzt. Die Antworten auf unsere Anfrage vom Mai zeigen auch für Hamburg eine deutliche Zunahme queerfeindlicher Straftaten in 2024 im Vergleich zum Vorjahr. Damit setzt sich ein beunruhigender Trend fort. Auch die Pride-Plakate der Linksfraktion sind verstärkt Vandalismus ausgesetzt. Das bestätigt leider diesen Trend.
Dazu Carola Ensslen, queerpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke in der Hamburgischen Bürgerschaft: „Ich wünsche allen Queers in Hamburg und darüber hinaus eine frohe und sichere Pride, Selbstbestimmung und Freiheit. Es ist gerade wichtiger denn je, dass wir gegen diesen Kulturkampf von rechts zusammenstehen. Die Weigerung der Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU), die Pride-Flagge am Reichstag zu hissen, und der unsägliche Zirkusvergleich von Friedrich Merz machen leider deutlich, dass vom Bund nur noch wenig Rückendeckung für den Kampf um queere Selbstbestimmung zu erwarten ist. Für Hamburg wünschen wir uns, dass die immer noch unzureichende Unterbringung queerer Geflüchteter nun priorisiert und ein guter Schutz für alle Queers in unserer Stadt verwirklicht wird!“
