Drohendes Aus von Palette und Malteser Nordlicht: Verschiebebahnhof statt nachhaltige Drogenpolitik
Mit der PALETTE in Altona-Nord und dem Malteser Nordlicht in Bahrenfeld sollen nach den Plänen der Sozialbehörde zwei wichtige Einrichtungen für obdachlose und suchtkranke Menschen schließen.
Dazu erklärt Deniz Celik, gesundheitspolitischer Sprecher der Linksfraktion: „Suchthilfe muss den Menschen folgen – nicht die Menschen der Suchthilfe. Die Verdrängungspolitik am Hauptbahnhof hat dazu beigetragen, dass sich Teile der Drogenszene nach Altona verlagert haben. Jetzt soll das dort etablierte niedrigschwellige Angebot geschlossen und auf bereits stark belastete Einrichtungen verwiesen werden. Das ist ein Verschiebebahnhof statt nachhaltiger Drogenpolitik. Die Schließungen von Einrichtungen sind auch die fatalen Folgen einer Kürzungspolitik, die steigende Personal- und Sachkosten nicht ausgleicht. Vollkommen unverständlich ist auch das Aus für das Malteser Nordlicht, das Rot-Grün noch vor Kurzem als festen Bestandteil des Hamburger Suchthilfesystems bezeichnet hat. Damit gehen 26 betreute Plätze verloren. Hamburg braucht mehr dezentrale und niedrigschwellige Suchthilfe – nicht weniger.“
