Elbphilharmonie: Gewinnjubel ist eine Täuschung

  • 9. Januar 2018

Laut dem vorläufigen Jahresabschluss erzielte die Elbphilharmonie im Geschäftsjahr 2016/17 einen Überschuss, die beiden Betreibergesellschaften verzeichnen ein Plus von 900.000 Euro. „Es lohnt sich, die Zahlen genau anzusehen“, mahnt Norbert Hackbusch, haushaltspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft. „Die Stadt hat im letzten Jahr über 70 Millionen Euro in die Elphi gepumpt und greift auch in den nächsten Jahren kräftig in die Tasche: Regelmäßig sind fast zehn Millionen Euro Zuwendungen zu den Betriebskosten eingeplant.“ Der Vergleich mit der Subventionierung anderer Konzerthäuser sei dabei unangebracht, so Hackbusch, schließlich habe die Elbphilharmonie kein eigenes Ensemble: „Ohne Steuergelder lässt sich offenbar auch der laufende Betrieb nicht aufrechterhalten. So hat der Gewinnjubel hat einen ziemlich faden Beigeschmack.“