Feministischer Kampftag 8.März: Rechte erkämpfen und verteidigen!
Anlässlich des internationalen feministischen Kampftags am 8. März weist die Linksfraktion darauf hin, dass Gleichstellung und der Schutz vor geschlechtsspezifischer Gewalt auch in Hamburg weiterhin nicht ausreichend gewährleistet sind. In Hamburg werden jährlich tausende Fälle partnerschaftlicher Gewalt registriert, Frauen sind dabei die große Mehrheit der Betroffenen. Gleichzeitig sind Schutzplätze in Frauenhäusern weiterhin nicht bedarfsgerecht ausgebaut. Die öffentliche Debatte um das Femizid an Asal zeigt zudem, wie häufig Fälle geschlechtsspezifischer Gewalt für rassistische Diskurse instrumentalisiert werden, statt den Fokus auf wirksame Gewaltprävention und strukturelle Ursachen zu richten.
Dazu Hila Latifi, Fachsprecherin für Feminismus der Fraktion Die Linke in der Hamburgischen Bürgerschaft: „Der 8. März ist kein Feiertag – er ist ein Kampftag. Und der ist dringlicher denn je. Wir erleben einen erstarkenden Antifeminismus, der Frauenrechte selektiv instrumentalisiert, um rassistische und queerfeindliche Politik zu legitimieren. Unter dem Vorwand, Frauen zu schützen, werden reproduktive Rechte angegriffen, Gleichstellungspolitik wird diskreditiert und die Sichtbarkeit von Queers zur Bedrohung erklärt. Antifeminismus ist längst kein Randphänomen mehr. Er ist ein zentrales Bindeglied rechter Mobilisierung. Für uns steht fest: Feminismus ist unteilbar. Rechte werden nicht geschenkt – sie werden erkämpft und verteidigt! Deswegen gehen wir am 8. März auf die Straße. Und deswegen streiken wir am 9. März.“
