Femizid in Barmbek-Süd: Schutz vor Gewalt muss politische Priorität haben

Nach Medienberichten soll ein 40-jähriger Mann heute Morgen auf einer Polizeiwache an der Oberaltenallee angegeben haben, seine 35-jährige Ehefrau getötet zu haben. Die Frau wurde nach Reanimationsmaßnahmen in ein Krankenhaus gebracht, wo sie später verstarb. Die weiteren Ermittlungen dauern an.

Dazu Hila Latifi, Sprecherin für Feminismus der Fraktion Die Linke in der Hamburgischen Bürgerschaft: „Eine 35-jährige Frau ist tot. Nach bisherigen Erkenntnissen im Zusammenhang mit tödlicher Gewalt durch ihren Partner. Wieder ist eine Frau in unserer Stadt einem Femizid zum Opfer gefallen. Unser tiefes Mitgefühl gilt ihren Angehörigen, Freund*innen und allen Menschen, die ihr nahestanden. Femizide sind Ausdruck geschlechtsspezifischer Gewalt und verlangen eine klare politische Antwort. Der Fall zeigt erneut, wie dringend Hamburg eine verlässliche Schutzkette braucht, von Prävention und Beratung bis zu sicherer Unterbringung sowie der vollständigen Erfassung von Femiziden. In Hamburg fehlen weiterhin mehr als 200 Frauenhausplätze. Dabei verpflichtet uns die Istanbul-Konvention dazu, Gewalt gegen Frauen zu verhindern und Betroffene wirksam zu schützen. Dieser Verpflichtung muss der Senat endlich umfassend nachkommen.“