Geht das Gastschulabkommen zulasten Hamburger Schüler_innen?

  • 4. September 2017

Laut Abendblatt hat ein Hamburger Schüler an seiner Erstwunschschule keinen Platz bekommen, ein Kind aus Schleswig-Holstein wurde dort dagegen aufgenommen. „Wie unklug kann man eigentlich als Schulsenator agieren?“, fragt Sabine Boeddinghaus, schulpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft. „Es muss doch völlig klar sein, dass das neue Gastschulabkommen nicht dazu führen darf, dass ein Hamburger Jung von seiner Wunschschule verdrängt wird. Wir wollen jetzt mit einer Anfrage erfahren, ob dies ein Einzelfall ist, der sofort korrigiert werden muss, oder ob noch mehr Schüler_innen aus Hamburg davon betroffen sind.“

DIE LINKE hatte dem neuen Gastschulabkommen zwischen Hamburg und Schleswig-Holstein nur unter der Bedingung zugestimmt, dass dadurch keinem Kind aus Hamburg sein Erstwunschschulplatz verwehrt wird und angekündigt, dies kritisch zu evaluieren. „Offenbar ist das schon beim Inkrafttreten dringend geboten“, so Boeddinghaus. „Dem Schulsenator rate ich, sensibler und pädagogisch klüger mit den ihm anvertrauten jungen Menschen umzugehen!“