Hasskriminalität: Angriffe auf queere Menschen nehmen weiter zu

Am morgigen 17. Mai ist der Internationale Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie (IDAHOBIT). Auch in Hamburg nimmt Jahr für Jahr die Hasskriminalität gegen queere Menschen weiter zu, wie eine aktuelle Anfrage der Linksfraktion zeigt: Nach einer Steigerung um 66 Prozent im Jahr 2024 ist die Steigerung im Jahr 2025 mit 11 Prozent zwar geringer. Dennoch sind erneut mehr queere Menschen – insbesondere trans*-Personen – betroffen. Insgesamt gab es im Jahr 2025 166 Straftaten in den Bereichen „Geschlechtsbezogene Diversität“ und „Sexuelle Orientierung“.

Dazu Carola Ensslen, queerpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke in der Hamburgischen Bürgerschaft: „Der Senat versagt bei der Verhinderung queerfeindlicher Straftaten. Seine Werbekampagne aus den Jahren 2024 und 2025 ‚Wir l(i)eben bunt! Gemeinsam gegen Hass!‘ lief ins Leere. Politisch sind queerfeindliche Taten ganz überwiegend dem rechtsextremen Spektrum zuzuordnen. Durch Werbekampagnen werden diese Täter*innen nicht erreicht. Wir brauchen ein Maßnahmenpaket nach dem Vorbild der Berliner Landesstrategie für queere Sicherheit und gegen Queerfeindlichkeit. Dort wird das als eine gesamtstädtische Aufgabe angesehen. Queeres Leben darf auf keinen Fall als Folge immer stärkerer Angriffe in die Unsichtbarkeit zurückkehren!“
Am morgigen Sonntag finden um 18 Uhr auf dem Rathausmarkt der Rainbowflash des LSVD+ Hamburg statt.