Preiserhöhung fürs Schulessen zurücknehmen!

Zu Beginn des Schuljahres hat die Schulbehörde handstreichartig eine Preiserhöhung für das Schulessen beschlossen. Schüler*innen müssen jetzt bis zu fünf Euro für ein Mittagessen zahlen. Hamburg liegt mit diesem Preis im bundesweiten Vergleich großer Städte auf Platz zwei, direkt hinter München. Mit einem Antrag fordert die Linksfraktion in der heutigen Bürgerschaftssitzung die Rücknahme der Preiserhöhung.

Dazu Sabine Ritter, schulpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke in der Hamburgischen Bürgerschaft: „Mit bis zu fünf Euro je Schulessen ist für viele Familien die Schmerzgrenze deutlich überschritten. Für viele ist das Leben in Hamburg jetzt schon kaum noch bezahlbar – nun wird es nochmals verteuert. Nur in München zahlen Kinder und Jugendliche noch mehr fürs Mittagessen. Es ist ein haarsträubendes Signal, dass der Senat sich mit seinem Finanzierungsanteil immer weiter zurückzieht. Wurde unsubventioniertes Essen zuvor mit bis zu 80 Cent je Essen bezuschusst, sind es nun nur noch 60 Cent.“ Die Wirklichkeit sieht in den Schulen häufig dramatisch aus. Ritter: „Aus Gesprächen wissen wir, dass Schüler*innen durchs Zuschussraster fallen, wenn ihre Eltern mit den Formalitäten
überfordert sind. Dann sind sie auf Gaben ihrer Mitschüler*innen angewiesen oder darauf, dass Angestellte in der Schulkantine ein Auge zudrücken. Diese Hürden für ein gesundes, nahrhaftes Essen für alle Kinder und Jugendlichen müssen unbedingt fallen. Unser langfristiges Ziel: Qualitativ hochwertiges Essen und gesunde Getränke kostenfrei für alle Hamburger Schüler*innen! Dies würde massiv Bürokratie abbauen und Familien in der Breite entlasten.“