Proteste in Fußballstadien: Für eine aktive und engagierte Fankultur!

An diesem Wochenende startet in allen größeren Fußballstadien ein gemeinsamer,
bundesweiter Protest. Begleitend veröffentlichte ein breites Fanbündnis am heutigen Freitag ein gemeinsames Statement. Die Linke solidarisiert sich mit den Protesten und fordert die geplanten repressiven Maßnahmen der Innenministerkonferenz umgehend zu stoppen und die aktuellen Forderungen der Fanszenen anzuerkennen

Dazu Martin Wolter, sportpolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke in der Hamburgischen Bürgerschaft: „Die Linke spricht sich klar gegen die geplante Einschränkung der Grundrechte von Fußballfans aus, wie zum Beispiel die Abschaffung der Unschuldsvermutung. Es besteht keine Notwendigkeit oder gar Dringlichkeit für die geplanten Maßnahmen. Die Gewalt im Fußball ist nach Polizeidaten rückläufig, der Stadionbesuch ist sicher. In vielen Städten und auch in Hamburg erleben wir eine aktive und engagierte Fankultur. Sie fördert das solidarische Miteinander und bringt einen Mehrwert – sowohl für die Gesellschaft als auch für den Sport, die Vereine und die Fans selbst. Dafür braucht es Freiräume, eine Stärkung der Mitspracherechte und seitens der Politik vor allem Respekt. Aber insbesondere der Hamburger Senat ist mit der Initiative für eine bundesweite Stadionverbotskommission hervorgeprescht. Sollte Innensenator Andy Grote den geplanten Maßnahmen zustimmen,
outet er sich als Feind der Fankultur, also dessen, was den Fußball in den vergangenen Jahrzehnten bundesweit einzigartig gemacht hat.“