Senats-Aktion „Ab ins Wasser“: Nachhaltige Schwimmförderung statt punktueller Werbemaßnahmen!
Am heutigen Dienstag stellte der Hamburger Senat seine neue Gutschein und Aktionstage-Aktion „Ab ins Wasser“ vor, um Kinder an Sport und Bewegung im Wasser heranzuführen. Dass der Senat dieses wichtige Thema mit der Bewerbung der Stadt für die Olympischen Spiele verknüpft, verkennt die Bedeutung der Themen Schwimmsicherheit und Schwimmfähigkeit: Es besteht weiterhin ein gravierender Verbesserungsbedarf der Schwimmsicherheit und Schwimmfähigkeit von Hamburgs Kindern und Jugendlichen, insbesondere denen aus sozial benachteiligten Stadtteilen. Die Heranführung ans Wasser sowie das Schwimmenlernen muss schnellstmöglich allen Hamburger*innen durch niederschwellige Maßnahmen ermöglicht werden.
Dazu Martin Wolter, sportpolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke in der Hamburgischen Bürgerschaft: „Es gibt Stand heute kein geöffnetes Bäderland-Bad in der gesamten Stadt, das uneingeschränkt zu nutzen ist. Und für den Besuch müssen die Hamburger*innen trotz zahlreicher technischer Defekte und eingeschränkter Öffnungszeiten dann auch noch die bundesweit höchsten Eintrittspreise bezahlen. Unfassbar. Die Linke fordert seit Jahren, mehr für die Schwimmfähigkeit zu tun: Alle Kinder und Jugendliche müssen unbegrenzt freien Eintritt in die Bäderland-Standorte erhalten. Die heute präsentierte Gutschein- und Aktionstage-Aktion als punktuelle Werbemaßnahme für die geplante Olympia-Bewerbung wird keine nachhaltig spürbaren Verbesserungen erzielen. Der Senat darf zudem die Schwimmsicherheit von Hamburgs Kindern nicht von einer erfolgreichen Olympia-Bewerbung abhängig machen, sondern muss davon unabhängig für eine Verbesserung der Situation sorgen. Zudem müssen die Investitionen in die Schwimminfrastruktur umgehend spürbar erhöht werden, um den Schwimmsport in der Stadt langfristig nicht untergehen zu lassen!“
