Turbulente Sitzung des Schulausschusses: Unverständnis und Entsetzen über geplanten Kahlschlag beim Ganztag
Im Schulausschuss lief gestern Abend eine öffentliche Anhörung zu den Auswirkungen der geplanten Kürzungen auf den Ganztag. Die von Linken und CDU beantragte Anhörung stieß auf großes Interesse: Mehr als Hundert Bürger*innen wurde der Einlass verweigert, weil mit dem Festsaal selbst der größte Saal im Rathaus überfüllt war. Der Tenor der Einlassungen fiel dabei verheerend aus: Der vom Senat geplante Abbau der Ganztagsschulen stößt flächendeckend auf Unverständnis und Entsetzen. Die negativen Folgen für die schulische Bildung, für Schüler*innen und Eltern wurden anhand zahlreicher Beispiele deutlich.
Dazu David Stoop, schulpolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke in der Hamburgischen Bürgerschaft: „In der Anhörung wurde klar, was die von SPD und Grünen geplante Kürzung des Ganztages bedeutet. Denn der funktioniert als gebundener Ganztag mit multiprofessionellen Teams und einer engen Verschränkung mit dem Unterricht. Es ist daher vollkommen unverständlich, weshalb dieses Hamburger Erfolgsmodell jetzt einer falsch verstandenen Haushaltsdisziplin geopfert werden soll. Diese Sitzung des Schulausschusses war eindrucksvoll und wir haben viel gehört über die Konsequenzen der Senatspläne: Zahlreiche Projekte laufen aus, der Ganztag wird vom Schulunterricht abgetrennt und Fördermöglichkeiten für schwächere Schüler*innen entfallen. Das verschlechtert die Bildungsqualität der Hamburger Schüler*innen – die Bildungsungleichheit in unserer Stadt wird noch weiter verschärft: Die Kürzungspläne beim Ganztag sind schlicht unsozial!“
