Warnstreik im Hafen: Deutliches Signal an die Arbeitgeber!

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat in der Tarifrunde der deutschen Seehäfen die Beschäftigten in Hamburg zu einem 24-stündigen Warnstreik mit Beginn der Nachtschicht des 17. August 2026 aufgerufen. Konkret aufgerufen sind die Hafenarbeiter*innen von mehr als einem Dutzend Betrieben, die unter den Lohntarifvertrag des Zentralverbands der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS) fallen – darunter die Beschäftigten der Containerterminals der HHLA und Eurogate, der Lasch- und Stauereibetriebe sowie Beschäftigte des Gesamthafenbetriebs (GHB) und einiger Massengutbetriebe wie ADM und K+S.
Dazu Kay Jäger, hafen- und gewerkschaftspolitischer Sprecher der Linksfraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft: „Während die Hafenbetreiber auf der einen Seite immer größere Profite einfahren, müssen die Beschäftigten auf der anderen Seite immer höhere Preise für Kraftstoff, Energie, Lebensmittel und Miete zahlen. Gleichzeitig setzen die Arbeitgeber ihre Automatisierungsträume mit der Brechstange um und wünschen sich eine möglichst lange Laufzeit, damit möglichst lange Ruhe in den Häfen ist. Natürlich wollen sich die Hafenarbeiter*innen in so einer Situation nicht mit Häppchen und zu langen Laufzeiten abspeisen lassen. Der Hamburger Hafen wird heute still stehen – das ist ein deutliches Signal an die Arbeitgeber!“