Kampf gegen den Mietendeckel auf unterstem Niveau

  • 6. November 2019

Der angeblich „funktionierende“ Wohnungsmarkt und eine fragwürdige Studie der Wohnungswirtschaft sind heute Thema in der Hamburgischen Bürgerschaft. „Der Versuch, die Mietendiskussion mit diesem seltsamen Papier einzudämmen, geht gründlich daneben: Kaum jemand auf Wohnungssuche in Hamburg macht die behauptete Erfahrung, dass der Mietenmarkt für ihn oder sie funktioniert“, sagte in der Aktuellen Stunde Heike Sudmann, wohnungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. „Um zu diesem zuckersüßen Ergebnis zu kommen, muss die Wohnungswirtschaft 19 Jahre lang zurückrechnen und öffentlich geförderte Mieten einbeziehen – wogegen sie sich bei der Berechnung des Mietenspiegels mit Händen und Füßen wehrt.“ Tatsächlich sind nach Angaben des Senats die Mieten bei Wiedervermietungen von 2000 bis 2017 um 47,4 Prozent und bei Erstvermietungen um 54 Prozent gestiegen.

„Die Wohnungswirtschaft rechnet mit Tricks einen unsozialen Mietenmarkt schön, um einen sozialen Mietendeckel zu verhindern. Und eine unsoziale Partei greift das Thema hetzerisch auf um den falschen Eindruck zu erwecken, sie habe ein soziales Profil“, so Sudmann. „Beides hilft den Menschen in Hamburg kein bisschen.“