Kinder und Jugendliche in der Corona-Krise nicht zurücklassen!

  • 6. Mai 2020

„Perspektiven für Kinder und Familien“ bei der Lockerung der Maßnahmen gegen das Corona-Virus verspricht die SPD heute in der Aktuellen Stunde der Hamburgischen Bürgerschaft. „Die Auswirkungen der Pandemie sind für Jugendliche und insbesondere Kinder besonders gravierend, die Isolation verschärft die soziale Ungleichheit und beeinflusst so die kindliche Entwicklung maßgeblich“, sagte in der Debatte die kinderpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, Insa Tietjen. „Deshalb unterstützen wir ein schrittweises Hochfahren des Kita-Betriebs und der offenen Kinder- und Jugendarbeit. Aber: Das muss selbstverständlich nach festen hygienischen und virologischen Kriterien erfolgen.“

Tietjen forderte von der Sozialbehörde ein begleitendes Kita-Monitoring: „Es muss klar sein, mit wie vielen Kindern die Kitas bei einem weiteren Hochfahren der Notbetreuung rechnen müssen, auch um die Beschäftigten dort zu berücksichtigen.“ Eine Anfrage (Dr. 22/127) der Fraktion hat allerdings jüngst ergeben, dass der Senat die maximalen Kapazitäten der Kita-Notbetreuung nicht benennen kann.

„Wir müssen auch die Jugendämter und den ASD unbedingt im Blick behalten“, sagte Tietjen. „Wir müssen uns auf mehr Inobhutnahmen einrichten. Dazu brauchen wir Daten und eine öffentliche Diskussion. Und wir brauchen unbedingt weitere Wege um die Familien zu erreichen, wenn die Kinder und Jugendlichen nicht in der Kita oder der Schule sind.“