Krankenhaus Groß Sand: Stadt muss Katastrophe verhindern und den Weiterbetrieb sichern!

Heute hat das Erzbistum Hamburg die Schließung des traditionsreichen Hamburger Krankenhauses Groß Sand bekannt gegeben.

Dazu Deniz Celik, gesundheitspolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke in der Hamburgischen Bürgerschaft: „Die Schließung von Groß Sand ist eine Katastrophe mit Ansage – und sie ist politisch verursacht. Für die Beschäftigten und die Menschen in Wilhelmsburg bedeutet das: Der Senat hat sie alle komplett im Stich gelassen. Trotz zahlreicher konstruktiver Vorschläge aus der Opposition und der Zivilgesellschaft hat Rot-Grün sehenden Auges zugelassen, dass diese Versorgungslücke für Tausende Menschen auf der Elbinsel entsteht. Wir fordern seit Jahren die Überführung des Krankenhauses in öffentliche Trägerschaft unter Beteiligung des UKE. Der Senat hat hier einen klaren Sicherstellungsauftrag – doch statt den auch wahrzunehmen, duckt er sich weg und überlässt eine bedarfsgerechte Gesundheitsversorgung und damit die Daseinsvorsorge für die Wilhelmsburger*innen dem unverantwortlich handelnden Erzbistums, das eigene wirtschaftlichen Interessen verfolgt. Dieses Wegschauen muss jetzt ein Ende haben. Der Senat muss endlich Verantwortung übernehmen und alle verfügbaren Mittel einsetzen, um den Weiterbetrieb zu sichern – notfalls durch eine städtische Übernahme von Groß Sand.“

Dazu Kay Jäger, Wahlkreisabgeordneter der Linksfraktion aus Wilhelmsburg: Die Beschäftigten haben während dieser jahrelangen Hängepartie dem Krankenhaus Groß Sand und ihren Patient*innen loyal die Treue gehalten. Der Dank dafür ist jetzt dieser eiskalte Rausschmiss. Das ist einfach unwürdig, gerade für ein Unternehmen, das sich auf Werte wie Nächstenliebe und Mitmenschlichkeit beruft.“