MOIA: Technik ersetzt keinen umweltfreundlichen Verkehr

  • 9. Januar 2019

Heute startet der Testbetrieb der VW-Tochter MOIA für einen neuen Taxiservice in der inneren Stadt. „Dieser neue Fahrbetrieb schließt leider nicht die Lücken des HVV vor allem in den äußeren Bereichen der Stadt. Im Gegenteil, MOIA darf seine Billigfahrten in den mit Bus und Bahn bereits gut erschlossenen Bereichen der Stadt anbieten“, stellt Heike Sudmann, verkehrspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft, fest. MOIA sei nicht nur eine hammerharte Konkurrenz für preisgebundene Taxibetriebe, sondern auch ein Schritt in die falsche Richtung: „Dass E-Fahrzeuge zum Einsatz kommen rechtfertigt nicht, mit vielen Fahrzeugen relativ wenige Menschen durch die Gegend zu kutschieren. Hier geht es nicht um eine umweltfreundliche Personenbeförderung wie mit Bus und Bahn, sondern um knallharte Geschäftsinteressen.“

Erklärtes Ziel des VW-Konzerns ist es laut Homepage nicht nur, weltweit führender Mobilitätsdienstleister zu werden, sondern „bis 2025 einen substanziellen Teil seines Umsatzes mit diesen neuen Geschäftsfeldern zu erwirtschaften“. „Ohne Not rollt der Senat hier für den Abgasbetrüger VW den roten Teppich aus“, kritisiert Sudmann. „Statt Volkswagen für sein kriminelles Verhalten zu belohnen, sollte der Senat besser dafür sorgen, dass die Lücken im HVV-Netz geschlossen werden.“