Pisa-Studie 2025: Dokument des Versagens in der Bildungspolitik

Heute stellte die OECD die Ergebnisse der neuen PISA-Studie. Für Deutschland sind sie besorgniserregend: 32 Prozent aller 15-Jährigen haben Probleme, Texte sinnentnehmend zu lesen und dieser Wert ist in den vergangenen Jahren sogar noch um sieben Prozent gestiegen.

Dazu David Stoop, Fraktionsvorsitzender der Linken in der Hamburgischen Bürgerschaft: „Besonders alarmierend an der neuen Studie ist die soziale Bildungsschere, die bei uns entgegen des Trends in den anderen OECD-Länder noch weiter auseinander gegangen ist. In kaum einem anderen untersuchten Land ist der Bildungserfolg so stark vom Einkommen und dem Bildungsgrad der Eltern abhängig wie in Deutschland. Hier hat die Bildungspolitik der Länder – und eben auch Hamburgs – versagt. Was in unserer Stadt jetzt sicherlich nicht helfen wird, ist, die Arbeitszeit der Lehrkräfte zu erhöhen, Lehrerstellen an den GTS-Schulen zu streichen oder völlig verantwortungslos einen beispielslosen Kahlschlag bei den Schulbegleitungen durchzuboxen und die Bildungschancen von Kindern mit Unterstützungsbedarf nachhaltig zu gefährden. Die neuen Probleme und Versäumnisse, die dadurch in Folge erstehen, sind absehbar. Der Senat handelt hier fahrlässig.“