Kita-Report: Senat muss Anstrengungen erhöhen

  • 28. August 2018

Der Länderreport „frühkindliche Bildung“ der Bertelsmann-Stiftung hat Hamburgs Kitas erneut schlechte Noten gegeben. Demnach hat sich der Betreuungsschlüssel zwar leicht verbessert, bleibt aber der schlechteste in Westdeutschland.

„Die Zahlen sind leider keine Überraschung“, sagt Mehmet Yildiz, kinderpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft. So kämen unter Berücksichtigung eines 25-prozentigen Anteils von Ausfallzeiten, Elterngesprächen und  Vorbereitungszeiten immer noch 6,9 Kinder auf eine Fachkraft: „Es wird höchste Zeit, dass der Senat seine Anstrengungen erhöht – sonst werden wir die Rote Laterne nie los.“

Auch den geringen Anteil an ausgebildeten Erzieher_innen findet der Abgeordnete besorgniserregend: „Lediglich Bayern hat mit 49 Prozent Fachschulabsolvent_innen weniger Erzieher_innen in den Kitas als Hamburg mit 57 Prozent. Das ist ein Alarmzeichen.“

Positiv zu bewerten sind aus Sicht des Fachabgeordneten immerhin die hohe Beteiligung beim Kita-Besuch und die gute Leitungsausstattung. Das mache aus Yildiz‘ Sicht allerdings „den Malus bei der Kita-Qualität nicht wett“.

Yildiz fordert, dass der Senat die neuen Zahlen zum Anlass nimmt, endlich zu einer Einigung mit dem Kita-Netzwerk zu kommen, um eine Verbesserung der Kita-Qualität schnellstmöglich in Angriff zu nehmen – auch um mehr Beschäftigte im Beruf zu halten. „Bisher verlassen laut Senat leider jedes Jahr rund 750 Kita-Beschäftigte den Kita-Bereich. Dagegen können wir nur etwas tun, indem wir die Attraktivität der Kitas steigern“, sagt Yildiz.