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Rosskur bei der Max-Brauer-Schule: Was hat den Senat geritten?

In der vergangenen Woche wurde der Max-Brauer-Schule eröffnet, dass die Behörde für Schule und Berufsbildung plant, sie in weniger als fünf Jahren komplett umzubauen. Lehrkräfte und Eltern wurden vor vollendete Tatsachen gestellt. Dazu Sabine Boeddinghaus, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft: „Wieder einmal entscheidet der Senator über die Köpfe der Schulen hinweg, wieder einmal gibt es keine transparente Entscheidungsfindung, wieder einmal sind Schüler_innen, Eltern, Lehrer_innen und Fachkräfte bloße Verschubmasse. Das ist ignorant und anmaßend.“ Boeddinghaus stört sich am undemokratischen Vorgehen und dem massiven Eingriff in die Schulautonomie. „Der Senat plant auf Jahre hinweg. Er wusste von steigenden Schüler_innenzahlen. Warum ist es so schwer, mit den Schulen gemeinsam die Entwicklung zu planen? Der Senat kriegt es einfach nicht hin, auf Augenhöhe mit den Praktiker_innen vor Ort die Bedarfe der Schulen und der Schüler_innen zu besprechen. Das ist eine selbstherrliche Politik, die die Mangelverwaltung des Senats in schulischen Belangen verdeckt.“

Dabei weist die Fraktion DIE LINKE in der Bezirksversammlung Altona schon seit langem auf die zu geringen Schulflächen hin. Wolfgang Ziegert, Abgeordneter der Linksfraktion Altona: „Der Senat hat sich nicht rechtzeitig um neue Standorte bemüht und in neuen Wohnbaugebieten keine Flächen für Schulen ausgewiesen – als würde es überhaupt keinen Bedarf geben!“

DIE LINKE sieht sich in ihrer Auffassung bestätigt, dass es dringend einen neuen, regionalen Schulentwicklungsplan geben muss, an dem die Schulen direkt beteiligt werden. „Die Nachlässigkeit, mit der Senator Rabe die schulischen Bedarfe missachtet, zeigt seine Ahnungslosigkeit in schulischen, pädagogischen und kinderrechtlichen Fragen“, meint Sabine Boeddinghaus.