Welcome Center im Blindflug – Fachkräfte warten auf Aufenthaltserlaubnis
Wer aus dem Ausland kommt und in Hamburg arbeiten will, muss lange Wartezeiten für Termine zur Antragsbearbeitung und Ausstellung von Aufenthaltserlaubnissen in Kauf nehmen. Das ergibt eine Anfrage der Linksfraktion.
Dazu Olga Fritzsche, arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke in der
Hamburgischen Bürgerschaft: „Menschen, die in Hamburg arbeiten möchten, warten im Schnitt drei Monate auf einen Termin, um ihren Antrag bearbeiten zu lassen. In einzelnen Fällen wissen wir auch von Wartezeiten von einem Jahr. Das ist auch kein Wunder: Die Zahl der erteilten Aufenthaltserlaubnisse und Fiktionsbescheinigungen hat sich von 2022 bis 2025 fast verdreifacht, die Zahl der Mitarbeiter*innen stieg von Januar 2022 bis zum Januar 2026 aber lediglich um 45%. Der Senat scheint völlig den Überblick verloren zu haben: er kann nicht angeben, wie viele Anträge gestellt wurden und wie viele unbearbeitet herumlagen.“
Vom Senat fordert Fritzsche: „Das Verfahren der Antragsbearbeitung, bei dem derzeit Unterlagen bis zu drei Mal geschickt oder vorgelegt werden müssen, muss dringend überarbeitet werden. Entsprechend der Nachfrage müssen genügend Mitarbeiter*innen eingestellt werden, damit Anträge von Menschen, die hier in Hamburg arbeiten wollen, innerhalb von wenigen Tagen bearbeitet werden und nicht Monate brauchen.“
