HVV macht arme Senior_innen noch ärmer

  • 20. August 2018

Die ständigen Preissteigerungen beim HVV sind am Mittwoch Thema in der Hamburgischen Bürgerschaft. Sie sind insbesondere angesichts der wachsenden Altersarmut in Hamburg ein drängendes Problem, findet die verkehrspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE Heike Sudmann, die die Debatte angemeldet hat: „Die durchschnittliche Rente beträgt in Hamburg gerade 843 Euro. Etwa 30.000 Senior_innen über 65 müssen noch zusätzlich zur Rente arbeiten, um nicht in die Grundsicherung abzurutschen. Sie sind besonders gekniffen: Weil sie keine Stütze beziehen, entlasten sie durch ihre Arbeit den Haushalt. Und zum Dank müssen sie Jahr für Jahr überproportional mehr für den HVV bezahlen.“

In seiner Antwort auf eine Große Anfrage der Linksfraktion (Drs. 21/13319) hatte der Senat kürzlich bestätigt, was viele Menschen schon immer gefühlt haben – die HVV-Preise steigen schneller als die Einkommen. Das betrifft besonders alte Menschen: „Während die HVV-Preise für die Senior_innenkarte von 2008 bis 2017 um kräftige 31,3 Prozent zulegten, stiegen die Renten in Hamburg im Schnitt nur um 14,9 Prozent“, so Sudmann. Als positives Beispiel sieht sie die Senior_innenkarte der Stadt Wien: Sie kostet mit 235 Euro pro Jahr weniger als die Hälfte der Hamburger Variante, die mit jährlich 612 Euro zu Buche schlägt. Anders als in Hamburg gibt es in Wien auch keine morgendliche Sperrzeit bei der Senior_innenkarte.