Stadt muss Minijobber_innen über ihre Rechte aufklären

  • 1. Februar 2017

Anlässlich der heutigen Eröffnung der Ausstellung „Minijob – eine Erfolgsgeschichte?“ im Hamburger Gewerkschaftshaus fordert die Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB), Katja Karger, unter anderem eine behördliche Beratungsstelle für Minijobber_innen in Hamburg.
Dazu erklärt Deniz Celik, gewerkschaftspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft: „Es ist ein Skandal, dass Minijobs für Lohndumping missbraucht werden und knapp der Hälfte der Betroffenen der Mindestlohn vorenthalten wird.“ Dies gehe aus einer Studie des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturpolitik (IMK) hervor.

„Wir unterstützen die Forderung des DGB nach einer Umwandlung von Minijobs in sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse und der Einrichtung einer Beratungsstelle für MinijobberInnen“, so Celik weiter. „Gerade Beschäftigte mit Minijobs wissen oft nicht, welche Rechte sie haben, neben dem Mindestlohn werden ihnen oft auch Urlaubsgeld und Lohnfortzahlungen im Krankheitsfall vorenthalten. Eine solche Beratungsstelle hat der rot-rot-grüne Senat in Berlin bereits eingerichtet.“