Gießen: Unverhältnismäßiger Polizeieinsatz gegen friedliche Aktivist*innen
In Gießen will sich an diesem Wochenende die Jugendorganisation der rechtsextremen AfD neu gründen. Hier gegen organisiert das Bündnis „Widersetzen“ Proteste und Blockaden. Vor Ort sind auch zahlreiche antifaschistische Aktivist*innen aus Hamburg. Die Bürgerschaftsabgeordneten Kay Jäger und David Stoop begleiten die Hamburger Busse als parlamentarische Beobachter der Hamburger Linksfraktion. Die Polizei geht zum Teil übermäßig hart gegen die Aktivist*innen vor.
Dazu Kay Jäger, Abgeordneter der Fraktion Die Linke in der Hamburgischen Bürgerschaft: „Gleich zu Beginn musste ich erleben, wie ein friedlicher Demonstrationszug von Polizeieinheiten mit Pfefferspray und Schlagstockeinsatz gestoppt wurde. Das war ein völlig unverhältnismäßiger Einsatz von Gewalt mit dem Ergebnis, dass mehrere Demonstrant*innen mit Rettungswagen ins Krankenhaus verbracht werden mussten.“
Dazu David Stoop, Ko-Fraktionsvorsitzender der Linken in der Bürgerschaft: „Es ist großartig und macht ganz viel Mut, zu sehen, wieviele Menschen hier trotz des unangemessenen Polizeieinsatzes gegen das Treffen der AfD-Jugend auf die Straße gehen. Dieser laute und sichtbare Protest gegen die Faschisierung in unserer Gesellschaft darf nicht kriminalisiert werden.“
