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Armut bleibt ein großes Problem in Hamburg

Heute vor 25 Jahren rief die Generalversammlung der Vereinten Nationen den internationalen Tag für die Beseitigung der Armut aus. Damit waren die Anliegen verbunden, gerade den Armen eine Stimme zu verleihen, ihren Widerstand zu würdigen und für gleiche Rechte aller Menschen einzutreten. „Diese Zielsetzung hat ihre Aktualität leider nicht verloren“, erklären die beiden Vorsitzenden der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft, Cansu Özdemir und Sabine Boeddinghaus. „Selbst Hamburg als reiche Stadt bildet da keine Ausnahme.“ Die Fraktion DIE LINKE engagiert sich ständig gegen Armut und Arbeitslosigkeit in Hamburg – mit Anhörungen, Anfragen und Anträgen zur sozialen Spaltung der Stadt, mit der Herausgabe von Studien zur Armutsentwicklung, mit der Zusammenarbeit mit Initiativen, die zur Bekämpfung von Armut arbeiten.

„Die Armutsgefährdungsquote stagniert in Hamburg mit 15,7 Prozent auf hohem Niveau“, erläutert Sabine Boeddinghaus. „Die Armut von Kindern und Jugendlichen ist noch höher. Laut unserer Großen Anfrage 21/8699 ist jedes vierte Kind armutsgefährdet. Wir fordern den Senat erneut auf, endlich ein systematisches Programm zur Bekämpfung von Armut von Kindern, Jugendlichen und Jungerwachsenen aufzulegen. Die bisherigen Aktivitäten haben nicht geholfen.“

„Die soziale Spaltung gefährdet zunehmend die Demokratie in der Stadt“, ergänzt Cansu Özdemir. „Trotz sprudelnder Steuereinnahmen sind mehr als 285.000 Menschen von Armut betroffen. Viele Menschen arbeiten im Niedriglohnsektor und sind trotz Arbeit arm oder werden an den Rand der Stadt gedrängt, weil sie die hohen Mieten nicht mehr zahlen können. Und Hamburg ist die Hauptstadt der Altersarmut. Es ist an der Zeit, dass der Senat endlich einen Armuts- und Reichtumsbericht vorlegt. DIE LINKE wird auch weiterhin diesen Menschen eine Stimme geben, ihren Protest unterstützen und ihre Anliegen vertreten.“